Teppichboden im Immobilien-Lexikon

Ein Teppichboden vermittelt durch sein textiles Material Wärme und Behaglichkeit. Teppichböden haben unterschiedliche Eigenschaften, welche neben Design und Farbe bei der Auswahl auch mit in Betracht gezogen werden sollten. Die Eigenschaften werden durch das so genannte Teppichsiegel belegt. Die Abkürzung ETG zum Beispiel bezeichnet die Materialzusammensetzung der Nutzschicht, also das Verschleißverhalten (Strapazierwert). Der Komfortwert gibt Auskunft über die Dichte und die Höhe des Flors und weitere Zusatzeignungen. Diese sind in Piktogrammen dargestellt. Der Untergrund muss zur Teppichverlegung gut vorbereitet sein. Teppichreste müssen komplett entfernt sein. Hierbei kann ein Schwingschleifer und ein Stück Stahlblech helfen. Eine Alternative bietet der Elektroschaber. Doch auch ein stabiler Handspachtel kann dazu genutzt werden. Damit ist die Arbeit allerdings um einiges mühsamer. Mit einer Schleifmaschine sind die Kleberreste am besten zu entfernen. Nachdem die Kleber- und Schaumrückenreste beseitigt sind, ist es möglich eventuelle Unebenheiten sowie auch kleine Beschädigungen des Estrichs mit einer Nivelliermasse, welche selbst verläuft ausgleichen. Bei der Spachtelmasse sollte auf ein chromatarmes und lösemittelfreies Produkt geachtet werden. Sofern ein saugender Untergrund gewählt wurde ist eine Grundierung aufzutragen und diese sollte auf den zuvor verwendeten Kleber abgestimmt sein.

Den Teppich erst einmal faltenfrei auslegen. An den Rändern sollte dieser 5-7 cm überstehen. Bahnen welche aneinandergrenzen müssen in gleicher Florrichtung ausgelegt werden. So genannte Entlastungsschnitte werden an Heizkörperrohren sowie Innen- oder Außenecken gemacht. Der Teppich sollte etwa 12 Stunden ruhen. Wird der Teppich mit Klebe- oder Klettband verlegt kann er sofort am nächsten Tag passgenau zugeschnitten werden. Verklebt werden sollte ein Teppich bei Räumen die größer als 20 m² sind, eine Fußbodenheizung besitzen oder Stuhlrollenbelastung ausgesetzt sind. Den Teppichboden zurück klappe und den Dispersionskleber auftragen.
Text (c) 2017: C. H.


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