Schimmel im Immobilien-Lexikon

Grundsätzlich muss bei der Anmahnung von Feuchtigkeitsschäden und Schimmel darauf geachtet werden, wer diesen Mangel zu vertreten hat. Dies gilt auch für ein relativ neues Phänomen, dass unter dem Titel Fogging, Schwarzfärbung, Schwarze Wohnung oder Magic Dust bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um schwarze, klebrige, schimmel-oder rußartige Flecken, die sich kaum abwaschen lassen und nach dem Überstreichen oft wieder erscheinen, die meist nach dem Neubezug oder nach der ersten Heizperiode nach einer Sanierung auftreten. Auslöser dieses Phänomens sind schwerflüchtige Kohlenwasserstoffe, die durch Klebstoffe, Farben, Teppich-und andere Kunststoffböden in die Luft abgegeben werden, sich dann mit Staubteilchen in der Luft verbinden und ablagern. Meist liegt der Mangel in den Verschmutzungen, allerdings sind höhere Konzentrationen von diesen Ablagerungsresten auch gesundheitsschädlich. Diese Schäden können durch bauliche Mängel oder durch das Mieterverhalten (zu wenig oder zu viel lüften, ungünstiges Heizen, unzureichendes Putzen) auftreten. Welche Mietpartei, Vermieter oder Mieter für die Kosten der Mängelbeseitigung aufkommen, eventuell sogar fristlos kündigen darf und ob sich die Miete mindern lässt, kann im Allgemeinen erst durch einen Rechtsstreit geklärt werden- hier spielt die Beweislast die alles entscheidene Rolle.
Text (c) 2017: C. H.


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