Energiesparhaus im Immobilien-Lexikon
Besonders sparsam im Energieverbrauch ist das 3-L-Haus. Die Bezeichnung steht für den Heizenergiebedarf eines Wohngebäudes. Beim 3-L-Haus liegt der Heizenergieverbrauch bei maximal 30 kWh pro beheizter Wohnfläche und Jahr. Das bedeutet für den Gasverbrauch 3 m/m²a und für den Heizölverbrauch 3 l/m²a. Als Grundlage gelten die Berechnungsvorschriften der EnEV 2004. In dieser findet sich die Definition der Anforderungen der Luftdichtigkeit. Eine Prüfung erfolgt durch den Blower-Door Test. Sofern ein Energiestandard garantiert ist sollte dieser auch im Vertrag mit festgehalten sein.
Ein weiterer Meilenstein der Energiesparhäuser sind das KFW 40- und KFW 60-Haus. Diese werden durch die KfW Förderbank finanziert wodurch sie auch ihren Namen. Förderungen können somit bei dieser Bank beantragt werden. Für die Förderung eines KfW-Hauses darf der Jahresprimärenergiebedarf nicht über 60 kWh pro m² Gebäudenutzfläche liegen. Der Transmissionswert welcher sich auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezieht muss den angegebenen Höchstwert der in der EnEv angegeben ist um 30% unterschreiten.
Beides muss durch einen Sachverständigen nachgewiesen sein.
Beim KFW 40 -Haus darf der Jahresprimärenergiebedarf nicht mehr als 40 kWh pro m² Gebäudenutzfläche betragen. Der Transmissionswärmeverlust muss mindestens 45 % unter den EnEV-Verordnungen liegen. Eine Prüfung erfolgt durch einen Sachverständigen. Dieser muss durch einen in den Bundesprogrammen zugelassenen Energieberater oder nach Landesrecht des jeweiligen Bundeslandes berechtigten Person zugelassen sein.
Die KfW-Förderbank ist die Umweltbank Nummer 1. Sie stellt dem Hausbauer die notwendigen finanziellen Mittel für die Schaffung von Wohneigentum, der Sanierung und der Modernisierung eines Hauses zur Verfügung.
Kleinen und mittleren Unternehmen, welche sich für den Umweltschutz einsetzen und helfen Energie zu sparen, fördert die KfW -Förderbank. Die Bank unterstützt auch kommunale Investitionen und auch wohnwirtschaftliche und gemeinnützige Projekte und Träger aus dem Infrastrukturbereich. Mit allen regionalen Landesförderinstituten arbeitet die Bank seit Jahren zusammen.